Wird schon – glaubt mir! (Gott)
Ein Geburtstagsfest für den Kirchenkreis mit Landesbischof Meister
„Ich liebe Outdoor-Gottesdienste, sie haben eine ganz besondere Atmosphäre“ – mit diesem freudig ausgesprochenen Satz leitete Landesbischof Ralf Meister jetzt seine Predigt vor rund 170 Menschen in der Auferstehungskirchengemeinde in Elze-Bennemühlen ein. Hier feierte der Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen auf der Wiese zwischen Pfarrscheune und historischem Pfarrhaus seinen 25. Geburtstag unter dem Motto „Wird schon – glaubt mir! (Gott)“.
Als er vor Monaten schon von Superintendent Dirk Jonas eingeladen worden war, habe er mit diesem Motto zunächst gefremdelt, gestand Meister. Ein paar Tage habe er gebraucht, bis er mit dem Satz etwas anfangen konnte, dann aber sei es ihm aufgegangen: „Das ist richtig geschickt.“ Viel mehr stecke in diesem niedersächsisch knappen Motto, als auf den allerersten Blick zu erkennen sei: nicht einfach Optimismus, sondern eine tiefe Hoffnung könne er daraus lesen, so der Landesbischof. „Das ist ein genialer Claim: Wir vertrauen auf keinen Pastor und auf keinen Superintendenten – wir vertrauen auf Gott. Auch für die nächsten 25 Jahre.“
Ihn selbst habe das Vertrauen seiner Eltern getragen, nachdem er als Jugendlicher das Auto der Familie beschädigt hatte, erzählte der Landesbischof in seiner Predigt. Er durfte den Wagen dennoch weiterhin fahren, und der Vater gab ihm dabei ein ermutigendes „Wird schon!“ mit auf den Weg. Auch für die Zukunft der Kirche und die anstehenden Veränderungsprozesse brauche es Vertrauen und auch Mut: „Vieles wird sich verändern, aber darum geht es nicht. Es geht um die Hoffnung in uns: wird schon, glaubt mir!“ Auch Jesus habe nur wenige Worte gebraucht, so der Landesbischof: „Danke für diesen kurzen Satz!“
Gemeinsam mit einer Gruppe von rund 20 Radlerinnen und Radlern war Ralf Meister vor dem Gottesdienst durch die Feldmark von Bissendorf nach Elze gestrampelt – auf einem Leihrad von Bissendorfs Pastor Thorsten Buck. Superintendent Dirk Jonas leitete die Tour mit einem Segen ein: „Gottes Segen schütze uns wie ein Fahrradhelm vor Unfall und Gefahr. Er lasse die Welt in bunten Farben an uns vorbeiziehen und uns das Ziel finden.“ Dank guter Vorbereitung war das kein Problem: Nach gut 20 Minuten traf die Gruppe in Elze ein. Hier hatten die Pfarrscheunenfreunde und ein kleines Vorbereitungsteam aus mehreren Kirchengemeinden und dem Kirchenkreis bereits alles vorbereitet: Nach dem Gottesdienst wurde der Kirchenkreisgeburtstag mit Bratwurst und Zuckerwatte, Crepes, Popcorn und Getränken gefeiert. Wunderbar musikalisch begleitet wurde das Fest von der Kirchenkreis-Band Sound Factory; die Kollekte wurde für die Partnerschaftsarbeit der Kirchenkreise Burgwedel-Langenhagen und Odi in Südafrika gesammelt.
Fotos: Andrea Hesse
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Start zur Radtour nach Elze mit Landesbischof Ralf Meister und Superintendent Dirk Jonas (vorne, 4. und 3. von links). -
Mit dabei: ein Team aus Langenhagen, das Sponsorinnen und Sponsoren für das Familienzentrum Emma und Paul eingeworben hatte. -
Landesbischof Ralf Meister predigte zur Bedeutung von Hoffnung und Vertrauen, die im Motto des Kirchenkreisgeburtstages zum Ausdruck kommen. -
Auch Gäste aus dem Kirchenkreis Odi feierten mit: Tilmann de Boer, Vorsitzender der Kirchenkreissynode, Superintendent Dirk Jonas, Peter Hartwig und Dörte Behn-Hartwig mit Oatshela Moleko (links) und Thembi Mpane (2. von rechts). -
Unter den alten Linden auf der Pfarrwiese wurde der Gottesdienst gefeiert. -
Selbst geschriebene Songs und Seifenblasen: die Kirchenkreis-Band Sound Factory. -
Süße Zuckerwatte ... -
... und leckere Crepes. -
Das Schlangestehen am Crepes-Stand bot Landesbischof Ralf Meister Zeit für Gespräche.