Von Leichenbittern und Wiedergängern
„Friedhofsgeflüster“ – Ein besonderer Abend auf dem Friedhof St. Marien Isernhagen
Wenn die Sonne langsam untergeht und der Abend seine Schleier über die alten Gräber legt, erwacht der Friedhof St. Marien in Isernhagen KB zu besonderem Leben: „Von Leichenbittern, Wiedergängern und Totenkronen“ wird hier am Freitag, 11. September, erzählt. Der Ambulante Hospizdienst Burgwedel-Isernhagen-Wedemark und der Friedhofsförderkreis der evangelischen Kirchengemeinde St. Marien Isernhagen laden für diesen Abend zum Rundgang „Friedhofsgeflüster“ ein; Treffpunkt für alle Interessierten ist um 19 Uhr der Friedhofsparkplatz Kircher Vorfeld in Isernhagen KB.
Die Kulturhistorikerin und Autorin Dr. Anja Kretschmer-Rodenbröker aus Bad Doberan führt die Gäste der Führung als Schwarze Witwe über den abendlichen Friedhof. Dabei erzählt sie Geschichten, die man so schnell nicht wieder vergisst: Warum wurde ein Verstorbener früher im Sarg festgebunden? Was hatten Totenkronen und Post-Mortem-Fotografie mit Trauer und Abschied zu tun? Und was ist eigentlich ein Wiedergänger?
„Unser Friedhof ist nicht allein ein Ort der Stille“, sagt Matthias Müller vom Friedhofsförderkreis. „Er ist auch ein Ort der Geschichte, der Natur und der Begegnung. Mit dem Friedhofsgeflüster möchten wir Menschen einladen, diesem besonderen Ort auf eine ganz neue Art zu begegnen.“
Die Veranstaltung wird gefördert durch die VGH-Stiftung.