Neue Perspektiven für die Kirchenmusik
Konzeptpreis für Musikvermittlung geht nach Brelingen
Zum zweiten Mal haben die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und die Hanns-Lilje-Stiftung drei Projekte mit dem RESONANZEN Konzeptpreis für Musikvermittlung ausgezeichnet. In drei ausgewählten Gemeinden innerhalb der Landeskirche werden sich im kommenden Jahr Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit Chören und Musikgruppen vor Ort kreativ mit Kirchenmusik auseinandersetzen und neue Formate entwickeln.
Zu den von einer Jury ausgewählten gastgebenden Kirchengemeinden gehört auch die evangelische Kirchengemeinde St. Martini Brelingen im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen: Hier wird das Preisträgerprojekt HAPPY BIRTHY DEATH im kommenden Jahr in Zusammenarbeit zwischen dem Quartett PLUS 1 und Verena Ries sowie den Chören und Musikgruppen der Kirchengemeinde St. Martini unter der Leitung von Sabine Kleinau-Michaelis und Maren Eikemeier realisiert. Das „Quartett PLUS 1“ und die Regisseurin, Performerin und Theaterpädagogin Verena Ries suchen in Ihrem Projekt Antworten auf diese Fragen: Was hat Erinnern mit Trauer(n) zu tun? Was hat Erinnern mit Zukunft zu tun? Wie können wir mit Musik Erinnerung als Ressource aktivieren?
Für den RESONANZEN Konzeptpreis ausgewählt wurden auch das Projekt „Imagine Heaven“ in der Johannesgemeinde Tostedt und St. Liborius in Bremervörde mit dem Vorhaben „Klangvisionen der Offenbarung“. Mehr Informationen zu allen drei Projekten und den Mitwirkenden sind auf www.resonanzen-konzeptpreis.de zu finden.
Der RESONANZEN Konzeptpreis für Musikvermittlung
Der Konzeptpreis ist ein gemeinsames Projekt von VISION KIRCHENMUSIK und Hanns-Lilje-Stiftung. Zur Verwirklichung des jeweiligen Konzepts stehen den Preisträgerinnen und Preisträgern finanzielle Mittel bis zu einer Höhe von 10.000 Euro sowie personelle Unterstützung von VISION KIRCHENMUSIK zur Verfügung. Die ausgezeichneten Konzepte sollen bis Herbst 2026 realisiert werden.
Silke Lindenschmidt und Ulf Pankoke, das Leitungsteam von VISION KIRCHENMUSIK, sind von der Resonanz auf den Wettbewerb begeistert: „Wir freuen uns über das große Interesse der freiberuflichen Kunst- und Kulturszene an der Auseinandersetzung mit Kirchenmusik. Die Qualität der Bewerbungen war auch in diesem Jahr sehr überzeugend und regte einen interessanten Austausch in der Jurysitzung an. Gern hätten wir noch mehr Konzepte ausgezeichnet.“
Neugierig auf die Ergebnisse ist auch Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander, Geschäftsführer der Hanns-Lilje-Stiftung: „Der RESONANZEN Konzeptpreis eröffnet neue Perspektiven für die Kirchenmusik. Er lädt ein zum Dialog der Künste und fördert kreative Prozesse, die die Vielfalt kirchenmusikalischer Ausdrucksformen heute neu erfahrbar machen.“
Zur Jury gehörten neben Lindenschmidt, Pankoke und Dahling-Sander auch der Kuratoriumsvorsitzende der Hanns-Lilje-Stiftung, Prof. Dr. Volker Kirchberg vom Institut für Soziologie und Kulturorganisation an der Leuphana Universität Lüneburg, die Rektorin der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, Prof. Andrea Tober, und die Professorin für Musikvermittlung an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg, Prof. Tamara Schmidt. Die drei gastgebenden Kirchengemeinden waren in den Sichtungs- und Auswahlprozess einbezogen. Der RESONANZEN Konzeptpreis für Musikvermittlung wird jährlich vergeben.
