Motiviert und mit viel Spielfreude

Brelinger Jubiläumskonzert mit Posaunenchor und Kirchenchor

Chor, Posaunenchor und das Nachwuchsensemble „Neues Blech“ während des Eingangsstückes „Nun lob, mein Seel', den Herren“.
Chor, Posaunenchor und das Nachwuchsensemble „Neues Blech“ während des Eingangsstückes „Nun lob, mein Seel', den Herren“. Foto: privat

„Soli Deo Gloria – Drei Jubiläen, ein Klang“: Mit einem Konzert unter diesem Titel wurden jetzt zwei Jubiläen und ein runder Geburtstag in St. Martini Brelingen gefeiert. Gleich zwei Mal stand dabei der Brelinger Posaunenchor im Mittelpunkt: Er blickt zurück auf 100 Jahre seit dem Start der Posaunenchorarbeit im Jahr 1926 sowie 50 Jahre seit der Neugründung 1976 aufgrund eines Neuzuschnitts der Kirchengemeinde. Als Dritter im Bunde feierte der Brelinger Kirchenchor drei Jahrzehnte unter der Leitung von Sabine Kleinau-Michaelis. Die Leitung des 90-minütigen Konzertes lag in den Händen von Wiebke Grimsehl, Hans-Jürgen Weiß und Sabine Kleinau-Michaelis.

Das Konzert fügte sich auch ein in das Veranstaltungsprogramm zum 25-jährigen Bestehen des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen.

Der Posaunenchor präsentierte zunächst alte Musik sowie verschiedene Stücke aus der Gründungszeit der deutschen evangelischen Posaunenchorarbeit. Das Programm des ersten Konzertteils schloss mit populärer Posaunenchor-Literatur und Filmmusik.

Der Kirchenchor brachte sich neben einem zeitgenössischen „Jubilate“ mit Klavierbegleitung vor allem in Kombination mit anderen Instrumenten ein. Im Zentrum stand die Auftragskomposition für Chor und Posaunenchor des preisgekrönten Komponisten Daniel Stickan, der mit dem „Alten Brunnen“ ein modern gestaltetes Musikstück vorgelegt hatte, in dem nachdenkliche und leise Töne angestimmt werden; dem Posaunenchor kam dabei eine ungewohnte Klangrolle zu. Mit Bläsern, Chor und Orgel spannte sich der musikalische Bogen von „Nun lob, mein Seel‘, den Herren“ bis zum berauschenden Klang des 98. Psalm von Mendelssohn Bartholdy.

Alle Musizierenden zeigten sich bestens vorbereitet und boten ihre Stücke motiviert und mit viel Spielfreude dar – trotz der selbst in der Kirche sehr hohen Temperaturen. Kirchenkreiskantor Arne Hallmann sprach ein wertschätzendes Grußwort, ebenso Landesposaunenwart Henning Herzog, der die Jubiläumsurkunde und Ehrennadeln für die Bläserjubilar*innen überreichte. Freude herrschte auch darüber, dass sich sowohl Hallmann als auch Herzog aktiv am Jubiläumskonzert beteiligten.

Schließlich markierte das Konzert auch einen Leitungswechsel im Posaunenchor: Hans-Jürgen Weiß übergab nach 43 Jahren die Leitung an Wiebke Grimsehl, die selbst im Posaunenchor begonnen hatte und sich bereits erfolgreich in die Nachwuchsarbeit mit dem „Neuen Blech“ einbrachte. Als Symbol für den „Stabwechsel“ überreichte ihr Hans-Jürgen Weiß Pflanzstäbe, verbunden mit dem Wunsch guter Pflege und anhaltender Blüte des Posaunenchores.

Nach einem Segen und guten Wünschen durch Pastor in Ruhe Harry Moritz stimmte das Publikum abschließend gemeinsam mit den Musizierenden in das Abendlied „Der Lärm verebbt“ ein. Draußen im Schatten des Pfarrhofes ging es noch eine Weile weiter mit Gesprächen bei Snacks und kühlen Getränken.