Mehr Spenden und Kollekten für Brot für die Welt

Im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen wurden 178.383 Euro gespendet

Programme in Äthiopien sollen die Ernährungssicherheit fördern. Foto: Brot für die Welt

Für Brot für die Welt haben im vergangenen Jahr bundesweit mehr Menschen gespendet als im Vorjahr. In der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gingen 5.565.521 Euro an Spenden und Kollekten ein, das ist eine leichte Steigerung gegenüber 2024 (5.537.553 Euro). Im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen waren es 178.383 Euro, das sind rund 65.000 Euro mehr als 2024. In dieser Summe sind alle Spenden und Kollekten aus der Region enthalten.

„Danke an alle Spender*innen für ihr Vertrauen und ihre kontinuierliche Unterstützung. Diese Solidarität ermöglicht es Brot für die Welt, gemeinsam mit Partnerorganisationen weltweit nachhaltige Veränderungen mit und für Menschen zu bewirken. In Zeiten rückläufiger öffentlicher Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit ist dieses Engagement von besonderer Bedeutung“, sagt Denise Irmscher, Referatsleiterin Brot für die Welt in den evangelisch-lutherischen Landeskirchen Hannovers und Schaumburg-Lippe.

Insgesamt standen dem Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen für seine Arbeit im Jahr 2025 341,7 Millionen Euro zur Verfügung. Im vergangenen Jahr wurden weltweit rund 3.000 Projekte gefördert. Regionale Schwerpunkte waren wieder Afrika und Asien. Rund 89,8 Prozent der verwendeten Mittel, 293,9 Millionen Euro, hat Brot für die Welt für die Programmarbeit ausgegeben. Im Fokus der Arbeit lag Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung. Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden rund 10,2 Prozent eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben als angemessen.

Eine Kleinbäuerin in Bangladesch erntet Reis. Foto: Brot für die Welt

Zwar sind die Einnahmen durch Spenden und Kollekten bundesweit gegenüber dem Vorjahr um rund eine Million Euro gesunken, dies konnte jedoch vor allem durch die Mittel der Bundesregierung und des Kirchlichen Entwicklungsdienstes kompensiert werden. Brot für die Welt hatte so rund neun Millionen Euro mehr zur Verfügung, um Partnerorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit zu unterstützen. Die Kürzungen der Bundesregierung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zeigen sich noch nicht in den zur Verfügung gestellten Mitteln im vergangenen Jahr. Trotzdem schränken die angekündigten Kürzungen schon jetzt die langfristige Arbeit des Werkes ein, da weniger neue Partner gefördert werden können und Projekte weltweit auslaufen werden.

Brot für die Welt setzt sich als Nichtregierungsorganisation und Werk der evangelischen Kirchen für globale Gerechtigkeit, Frieden und Bildung sowie gegen Hunger und Armut ein. Gemeinsam mit mehr als 1.600 Partnerorganisationen ermöglicht Brot für die Welt in 77 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern.