Gemeinschaft erleben, toben, spielen und basteln

Die „SommerKracherKirche“ im Heideheim begeisterte alle Beteiligten

In einem kleinen Buch hielten die Kinder besondere Erlebnisse während der SommerKracherKirche fest.
In einem kleinen Buch hielten die Kinder besondere Erlebnisse während der SommerKracherKirche fest. Foto: Andrea Hesse

„Die SommerKracherKirche war ein Erfolg, und wir sind sehr glücklich, dass es so gut gelaufen ist“, sagt Kirchenkreisjugendwartin Anne Basedau. „Die Eltern waren rundum zufrieden, die Kinder wollten gar nicht mehr weg, und manche haben geweint, weil sie im nächsten Jahr in der fünften Klasse sind und nicht mehr mitmachen können.“

Die „SommerKracherKirche“ ist ein neues Projekt der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen. 200 Kinder im Grundschulalter aus den Regionen Burgwedel, Isernhagen, Langenhagen und Wedemark konnten in der ersten Sommerferienwoche von Montag bis Freitag für einen geringen Kostenbeitrag auf dem riesigen Grundstück des Heideheims in Kleinburgwedel-Wietze toben und spielen, malen und basteln, die Natur und eine fröhliche Gemeinschaft erleben. Als Projektteam waren dafür neben Anne Basedau Diakonin Rebecca Wülbern aus der Wedemark, Diakon Jakob Hoffmann aus Burgwedel und Janine Mathias aus der Verwaltung der Evangelischen Jugend verantwortlich. 40 junge Teamer*innen kümmerten sich vor Ort darum, dass es allen gut ging.

Morgens um 8.30 Uhr ging‘s für die teilnehmenden Kinder los: An mehreren evangelischen Kirchengemeinden in den vier Regionen wurden sie von Bussen abgeholt und ins Heideheim gefahren; dort warteten schon die Teamer*innen mit vielen Aktivitäten auf sie. In zehn Gruppenzelten mit jeweils eigenen Betreuer*innen fanden die Kinder einen festen Bezugspunkt, bastelten Hirschgeweihe, malten kleine Erinnerungsbücher oder brachen zu Naturerkundungen und einer Kinder-Olympiade auf.

Anne Basedau (links) und ihr Team sorgten dafür, dass alle satt wurden.
Anne Basedau (links) und ihr Team sorgten dafür, dass alle satt wurden. Foto: Andrea Hesse

Organisatorisch hatte das Vorbereitungsteam an alles gedacht und die Dinge einfallsreich und liebevoll vorbereitet: So hatte jede Gruppe auf dem Gelände des Heideheims ein Patentier und einen Gruppennamen – da gab es Wölfe und Füchse, Luchse, Eichhörnchen und einige andere heimische Waldtiere auf großen Schildern und in Form eines kuscheligen Stofftieres für jede Gruppe. Jede Menge Spiel- und Bastelmaterial und zwei Ruheräume waren vorbereitet, die Kommunikation zwischen den Betreuer*innen klappte per Walkie-Talkie, alle wichtigen Orte waren mit bunten Schildern gekennzeichnet, an mehreren Stellen standen Umkleidemöglichkeiten zur Verfügung und vor dem Essen kamen die Gruppen erst zum Händewaschen und gleich darauf zum Tischgebets-Rap zusammen. Für ein stärkendes Mittagessen sorgte die Firma Wöhler aus Burgwedel.

Schließlich hatte sich das Orga-Team auch darum gekümmert, dass die SommerKracherKirche nicht nur für die teilnehmenden Kinder, sondern auch für die Teamer*innen zum Erlebnis wurde. Sie reisten schon zwei Tage vor dem eigentlichen Beginn des Projektes im Heideheim an, um alles vorzubereiten, übernachteten vor Ort und waren jeweils am Abend, wenn alle Kinder wieder zuhause waren, mit eigenen Aktivitäten unterwegs. „Wir haben ein ‚Team für das Team‘ gebildet, damit der Aufenthalt hier für die Teamer*innen auch Freizeitcharakter hat“, berichtet Rebecca Wülbern. Sie war begeistert davon, wie selbstverständlich die teilnehmenden Kinder sich auf dem Gelände bewegten und wie souverän das Team sich um sie kümmerte – immer ruhig und zugewandt.

Steffen und Sarah Kutza von der DLRG Wedemark hielten Kühlpacks und Pflaster für kleinere Blessuren bereit.
Steffen und Sarah Kutza von der DLRG Wedemark hielten Kühlpacks und Pflaster für kleinere Blessuren bereit. Foto: Andrea Hesse

Für einen zuverlässigen Hintergrunddienst sorgte ein Team um Steffen Kutza von der DLRG-Ortsgruppe Wedemark: Mit einem Einsatzwagen standen sie jederzeit bereit, um mit Kühlpacks, Pflaster und guten Worten bei kleinen Blessuren auszuhelfen. „Hier passiert nichts Schlimmes“, war sich Steffen Kutza sicher; dennoch hatte das Team einiges zu tun. Offensichtlich genossen es viele Kinder, sich mit Kühlpacks und freundlichen Worten betüdeln zu lassen. Anne Basedau und ihr Team waren sehr froh über den ehrenamtlichen Einsatz der DLRG-Aktiven – alle hatten ohne Zögern eine Woche Urlaub bzw. einige Ferientage für ihren Einsatz drangegeben. „Jetzt freuen sie sich schon aufs nächste Jahr“, berichtet Anne Basedau. Und sie schließt gleich noch einen Dank an die Wedemärker Tischlerei Biesel, die kostenfrei einen Sprinter zur Verfügung stellte, sowie an Carola Bachelle und ihr Team an: „Sie waren tolle Gastgeber*innen im Heideheim.“

Ermöglicht wurden die SommerKracherKirche und der geringe Kostenbeitrag der Familien durch eine großzügige Förderung aus dem Programm „ehrenWERT“ der Klosterkammer Hannover. Auch der Kirchenkreis und edelKreis Burgwedel-Langenhagen unterstützten das Projekt maßgeblich.