„Gemeinsam tragfähige Strukturen entwickeln“

Superintendent informiert Kirchenkreissynode über mögliche Fusion

"Es ist wichtig, ehrlich hinzuschauen": Superintendent Dirk Jonas sprach vor der Kirchenkreissynode über eine mögliche Fusion. Foto: Andrea Hesse

„Als Mitglieder der Kirchenkreissynode wissen wir alle: Kirche sein bedeutet, einander zu vertrauen, Verantwortung zu übernehmen und zu teilen und unseren Weg aus dem Glauben heraus zu gestalten.“ Mit diesen Worten leitete Superintendent Dirk Jonas jetzt seinen Bericht vor der Kirchenkreissynode zur Zusammenarbeit der Nachbarkirchenkreise Burgwedel-Langenhagen und Burgdorf ein. Deutlich wurde in diesem Bericht, dass eine verstärkte Zusammenarbeit der beiden Kirchenkreise mit ihren jeweils knapp 40.000 Gemeindemitgliedern nur ein Zwischenschritt sein kann – mittelfristiges Ziel ist die Fusion beider Körperschaften.

„Wir haben festgestellt, dass es gut ist, sich in die Karten zu schauen, einander kennenzulernen und zu merken: Wir ticken gar nicht so unterschiedlich“, stellte Jonas fest. Aktuell gebe es bereits viel Austausch und gelingende Zusammenarbeit: So arbeiten die Struktur- und Planungsausschüsse beider Kirchenkreise an gemeinsamen Zuweisungsrichtlinien und der Abstimmung der Finanzsatzungen, die Kirchenkreisjugenddienste organisieren gemeinsame Fortbildungen und Fahrten, und auch Niklas Hansmann, Referent für jugendpolitische Bildung, sowie Fundraiserin Anke Kappler sind in beiden Kirchenkreisen tätig.

Wichtig sei es, ehrlich hinzuschauen, betonte der Superintendent: Um bei abnehmenden finanziellen Ressourcen die Handlungsfähigkeit zu erhalten, rücke eine Fusion beider Kirchenkreise immer deutlicher in den Blick. Beide Kirchenkreisvorstände hätten sich vorgenommen, diesen Weg einzuschlagen mit dem Ziel, „nicht einfach ‚größer‘ zu werden, sondern gemeinsam tragfähige Strukturen zu entwickeln, um handlungsfähig und zukunftsfest zu werden.“

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind ...

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“, zitierte Jonas ein Jesuswort. „Und wenn das für zwei oder drei Menschen gilt, wie viel mehr gilt es dann auch für zwei Kirchenkreise, die sich auf den Weg zueinander machen.“

Tilmann de Boer, Vorsitzender der Kirchenkreissynode, betonte in einem abschließenden Statement, dass die Beschlussfassung und der Zeitplan für eine Fusion Sache der Kirchenkreissynoden Burgwedel-Langenhagen und Burgdorf seien; vorbereitet würden diese Entscheidungen von den Kirchenkreisvorständen. „Die Synoden werden sich noch intensiv mit diesem Thema befassen“, so de Boer.