Ganz viel Segen für die Liebe
„einfach heiraten!“ wurde in allen Regionen des Kirchenkreises gefeiert
Der 26.6.26 war ein Tag, der sicherlich vielen Paaren in Erinnerung bleiben wird: An diesem heißen Freitag mit dem besonderen Datum ließen sie ihre Liebe segnen oder gaben einander vor dem Altar noch einmal das Jawort; im ganz kleinen Kreis oder mit Angehörigen und Freund*innen um sich herum.
Bundesweit wurde die Liebe an diesem Tag in evangelischen Kirchen oder an besonderen
Orten gefeiert, und auch im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen hieß es „einfach heiraten!“. In Mellendorf, Wettmar und Langenhagen hatten die Kirchengemeinden aus der jeweiligen Region gemeinsam dafür gesorgt, dass es für viele Paare ein rundum schöner Tag wurde.
In der Langenhagener Elisabethkirche ließen auch Rita und Heiner Kischlat ihre Liebe segnen – beide seit vielen Jahren verheiratet und beide über lange Jahre in der Kirche engagiert. Mit ihnen feierten im Anschluss Angehörige und Freund*innen auf dem Kirchplatz unter großen Sonnenschirmen. Insgesamt traute oder segnete das Team aus Pastor*innen und Diakoninnen in Langenhagen an diesem Tag rund 20 Paare; sechs von ihnen feierten dabei auch eine Trauerinnerung. Mehr als 20 Paare feierten in Wettmar ihre Trauung oder die Segnung ihrer Liebe – hier hatte ein Team aus den Kirchenregionen Burgwedel und Isernhagen gemeinsam gleich zwei Tage im Rahmen der Aktion „einfach heiraten!“ liebevoll vorbereitet. Und auch in Mellendorf gestaltet das Pastor*innen-Team aus der Wedemark einen wunderbaren Tag für 16 Paare.
Bundesweit feierten Paare an 370 Orten ihre Liebe mit einem Segen oder der kirchlichen Heirat – „ob am Wasser, im Garten, im Flughafen oder auf der Skischanze, im Riesenrad oder im UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte“, wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mitteilte. Viele Paare wählten für diesen besonderen Tag in ihrem Leben einen Ort, der für sie besondere Bedeutung hat; so auch Rita und Heiner Kischlat, die eng mit der Elisabethkirche verbunden sind.
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, ist überzeugt: „Ich glaube, dass dieser Segen – Gottes Jawort zu uns – die Menschen in diesen verunsichernden Zeiten in ihrem Vertrauen zueinander stärkt. Ich wünsche allen Paaren von Herzen, dass sie einander immer wieder als kostbares Geschenk annehmen können und ihre Liebe sie trägt, in guten wie in schlechten Zeiten.“
Sie verstehe „einfach heiraten!“ als einen Impuls, das Geschenk der Liebe noch einmal auf besondere Art zu feiern, sagt Pastorin Bettina Praßler-Kröncke aus der Elisabeth-Kirchengemeinde. Für Friederike und Felix Bodenstein-Dresler war es genau so: Nach ihrer Trauung während der Corona-Zeit, zu der nicht einmal die Trauzeugen mit ins Trauzimmer durften, freuten sie sich jetzt sehr über die Möglichkeit, ihre Liebe nun doch noch in einem besonderen Rahmen feiern und kirchlich heiraten zu können. Pastor Torsten Kröncke traute sie unter den alten Eichen neben dem Pfarrgarten.
Von Anika Lüttge gab es für alle Paare die besten Glückwünsche, sozusagen von einer professionellen Glücksbringerin. Die Schornsteinfegerin gratulierte von Herzen und ließ sich gerne auch an ihrer schwarzen Uniform berühren - vielleicht ist ja etwas dran, dass das Glück bringt.