Chancen ausloten, Synergien erkennen
Auftaktveranstaltung „Kirche und Diakonie im Sozialraum“
Wie kann die Zukunft von Kirche in Langenhagen aussehen? Wie verortet sie sich im Sozialraum? Was bedeutet Mission in der heutigen Zeit? Welchen Auftrag für Sozialarbeit hat Kirche – falls sie überhaupt einen derartigen Auftrag hat?
Diese Fragen wurden Mitte Februar in einer Informations- und Mitmach-Veranstaltung gestellt, zu der die Elisabeth-Kirchengemeinde in Langenhagen alle Gemeinden im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen in ihr Martinshaus eingeladen hatte. „Vom Gemeindemitglied bis zum Superintendenten waren alle willkommen“, erläutert Lisa Langhans, Gemeinwesenarbeiterin im Projekt „verbunT“ für Langenhagens Alte Mitte. „Dabei ging es darum, die Chancen von Gemeinwesenarbeit und diakonischer Arbeit auszuloten und Synergien und Unterschiede zu erkennen.“
Der Ausschuss für Gemeinwesenarbeit (GWA) der Elisabeth-Kirchengemeinde, bestehend aus Kirchenvorsteher*innen, Diakonin Beate Granobs und Lisa Langhans, hatte die Idee zu der Veranstaltung entwickelt und kompetente Partner*innen eingeladen: Peter Meißner, mit dem Schwerpunkt „Kirche im Sozialraum“ in der Evangelischen Agentur der Landeskirche tätig, Pastorin Sabine Behrens als Vorsitzende des Diakonie-Ausschusses im Kirchenkreis und Kirchenkreissozialarbeiterin Jessica Kind. Nach einem Impulsvortrag von Meißner unter der Überschrift „Ein Segen für Stadt und Land – Kirche im Sozialraum“ gab es ein kurzes Warm Up, gefolgt von einem Quiz mit dem Titel „Diakonie oder GWA?“. Dabei waren die Teilnehmer*innen eingeladen, verschiedene Angebote den Bereichen Diakonie oder Gemeinwesenarbeit zuzuordnen. „Hier wurde schon deutlich: Die Trennlinien sind nicht immer klar“, sagt Lisa Langhans.
Im Anschluss war dann die Mitarbeit der Teilnehmer*innen gefragt. In einem World Café wurde an fünf Thementischen gemeinsam nachgedacht, diskutiert und dokumentiert: Welchen gesellschaftlichen Auftrag hat Kirche? Wie verortet sich (unsere) Kirche im Sozialraum? Inwieweit sind GWA/Diakonie demokratiefördernd? Wie erfahre ich, welche Bedarfe und Bedürfnisse Menschen eigentlich haben? Inwieweit kann GWA die kirchliche Arbeit bereichern? Klara Birks von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte fasste zum Schluss die Ergebnisse des Austauschs zusammen.
An Stellwänden konnten sich die Teilnehmer*innen über aktuelle, von Kirchengemeinden getragene Projekte aus dem Bereich Gemeinwesenarbeit informieren; außerdem stand ein Tisch voller Informationsmaterialien zur Kirche im Sozialraum wie auch zum Thema Gemeinwesenarbeit bereit. Auch eine Kontaktliste für diejenigen, die an der gemeinsamen Weiterarbeit interessiert sind, stand zur Verfügung.
Das inhaltliche Feedback, das die Teilnehmer*innen zum Ende der Veranstaltung abgaben, mündete in ein deutliches Fazit: Diakonische Arbeit und Gemeinwesenarbeit haben viele Gemeinsamkeiten. Und: Gemeinwesenarbeit in der weiteren Entwicklung und der notwendigen Umstrukturierung von Kirche mitzudenken und bestenfalls fest einzuplanen, ist absolut sinnvoll.
„Erste Verabredungen zur Weiterarbeit an dem Thema wurden getroffen und werden innerhalb der nächsten Wochen veröffentlicht“, erklärt Lisa Langhans. Bei Fragen zu der Veranstaltung oder zum weiteren Vorgehen ist sie gerne ansprechbar: lisa.langhans@evlka.de.
